Kultur und Natur in der Slowakei

08-01-2011

Die Slowakei ist ein ländlich geprägtes Land, nur die Hauptstadt Bratislava im Südwesten an der Grenze zu Österreich und Košice im Osten des Landes sind größere urbane Zentren. Der ländliche Charakter wird weiterhin durch die vielen Hochgebirge wie zum Beispiel die Hohe und die Niedere Tatra oder die große und die Kleine Fatra im Norden des Landes, die meistens als Nationalparks unter besonderem Schutz stehen, hervor gehoben. Die Landschaft prägt die slowakische Küche ebenso wie die überaus wechselvolle Geschichte des Landes mit vielen Fremdherrschaften. So finden sich insbesondere viele österreichische (Nockerln und Kipferln, Wiener Schnitzel) und ungarische (Gulasch) Einflüsse. Hauptbestandteile der slowakischen Küche sind Kartoffeln, Schweinefleisch, Sauerkraut und Milchprodukte wie etwa Käse. Bevorzugte Beilage ist natürlich der Knödel. Weitere lokale Spezialitäten sind vor allem die diversen Schnäpse, der bekannteste dürfte sicherlich der Sliwowitz sein, es gibt aber auch zahlreiche andere Kräuter- und Obstbrände, wie etwa den Marhulovica, einen Marillenschnaps. In der ungarischen bzw. Donautiefebene im Süden des Landes gibt es zudem zahlreiche Weinanbaugebiete, das bekannteste ist sicherlich das slowakische Tokaiergebiet in den Karpaten im Südosten des Landes.
Die Slowakei besitzt eine überaus vitale und vielfältige Volksmusikszene, die von Blas- und Saiteninstrumenten beherrscht wird, aber auch von Sinti- und Romamusik beeinflusst ist. So finden vor allem in den Sommermonaten in so gut wie jeder Region größere und kleinere Volksmusikfestivals statt, die natürlich Volksfestcharakter besitzen und bei denen diese von Dorf zu Dorf variierenden lokalen Spezialitäten verzehrt werden. Anlass zum Feiern bieten nicht nur solche Musikfestivals, auch Gelegenheiten wie Erntedank werden ausgiebig zu schützenfestähnlichen Volksfesten genutzt.

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