Tunis, nicht nur Hauptstadt Tunesiens, sondern eine der interessantesten und ältesten Städte im Mittelmeerraum existierte bereits vor Karthago, zumindest eine erste Siedlung mit dem Namen “Tunes”. Dennoch stand Tunis in der Antike ständig im Schatten von Karthago.

Sie liegt im Norden des Landes auf einem 3 km breiten Landrücken. Die historische Altstadt (Medina) und die Neustadt von Tunis liegen zwischen dem See von Tunis und dem See Sebkhet Sedjoumi. Im Westen liegt das Regierungs- und Villenviertel mit dem Museum Le Bardo. Die neueren Siedlungen liegen im Norden um den Belvédère-Hügel und die Industrieviertel Megrine und Ben Arous liegen im Süden von Tunis.

Während der Kolonialzeit entstand durch die Franzosen ein 10 km langer Damm durch den See von Tunis der heute der Stadtbahn und als Schnellstraße dient. Er verbindet die Innenstadt und die Hafenstadt La Goulette. Schnell entwickelte sich die Stadt zur Metropole Nordafrikas und Reisen nach Tunis erfreuen sich mittlerweile großer Beliebtheit. Tunis und Tunesien sind heute auch ein sehr beliebtes Reiseziel für Last Minute Reisen – insbesondere der Golf von Hammamet. Haupteinnahmequelle ist der Tourismus sowie Textilien, Teppiche und Olivenöl.

Etwas weiter nördlich in Tunis findet man wohlhabende Vororte und den nach der Stadt Karthago benannten internationalen Flughafen von Tunis (Aéroport International de Tunis-Carthage).

Im Stadtbild erkennt man einen starken Kontrast zwischen der europäisch anmutenden Neustadt und der orientalischen Altstadt. Die Altstadt von Tunis (Medina) gehört seit 1979 zum Weltkulturerbe der Unesco. Große Teile sind mittlerweile stark auf Tourismus eingestellt wobei die Randbereiche der Medina hauptsächlich von einheimischen Bewohnern frequentiert wird. Die europäisch anmutende Architektur und die schachbrettartigen Strassen der Neustadt wurden im 19. Jahrhundert durch die Franzosen angelegt.

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